Going Home

On the day I went away…
     goodbye…
Was all I had to say…
     now I…
I want to come again and stay…
     Oh my my…
Smile, and that will mean that I may

Cause I’ve seen blue skies,
through the tears
In my eyes
And I realise..
I’m going home. 

Manchmal geht alles sehr schnell. Situationen entstehen, Dinge passieren, Entscheidungen werden getroffen, Herausforderungen angenommen. Das Leben wird neu geregelt.

Kurz gesagt, es ist soweit: Nach 10 Jahren im Baden-Württembergischen Exil kehrt die Exilkieler-Famile zurück an die Förde. Und weil wir ja keine halben Sachen machen, wird das ganze Projekt noch in diesem Jahr abgeschlossen.

Aus Sicht des Exilkielers bedeutet das, ich muss zur Kieler Woche 2016 keinen Urlaub mehr nehmen und Infos wird es hier wieder aus erster Hand geben. Ich kann wieder am Bootshafensommer, Kiel-Lauf und am Barcamp teilnehmen, darüber hinaus endlich mal einen Webmontag besuchen und all die anderen Dinge tun, die ich sonst nur aus der Ferne beobachtet habe.

Aber generell bedeutet das auch kein Heimweh mehr, sich endlich wieder zu jeder Zeit den Seewind um die Nase wehen lassen zu können – eben wieder zu Hause zu sein.
Und für manche eben auch ein unbeschwerteres Leben.

Sicher werden hier ein paar lieb gewonnene Menschen und Gewohnheiten zurückbleiben. Wenn ich aber im Exil etwas gelernt habe dann, dass die Welt in diesen Zeiten nicht so groß ist, wie sie uns gerne glauben machen möchte und dass wo ein Wille auch ein Weg ist.

Fahrt aufnehmen für 2014

Die Pause ist vorbei.

Die Pause ist vorbei.

So langsam heißt es wieder ‚Fahrt aufnehmen‘ beim Exilkieler. Nach der Kieler Woche 2013 habe ich mir ja eine lange Pause gegönnt, aber nun wirft die Kieler Woche 2014 bereits ihre Schatten voraus. Das Programm „gewaltig leise“ steht seit längerem fest und der Kartenvorverkauf ist in vollem Gange.

Die Website ist vorbereitet, denn endlich sind exilkieler.de und exil-kieler.net bei einem Hostingprovider zusammengeführt und es ist keine Weiterleitung der .de Domäne mehr nötig.

2013 lag der Schwerpunkt während der Kieler Woche auf den Podcast-Interviews, 2014 möchte ich neben den Konzertfotos und hoffentlich -berichten wieder etwas anderes Weiterlesen

Schmutziger Donnerstag

Es ist schon wieder soweit. Als Kieler im Exil muss man einmal im Jahr mit der Eingeborenen-Kultur des Gastlandes fertig werden. Und diese tritt mit dem „Schmutzigen Donnerstag“ in ihre heiße Phase ein.

Ab halb sechs zieht der örtliche Fanfarenzug durch’s Dorf und auf dem Weg ins Büro trifft man sogar auf dem Betriebsgelände Gestalten in seltsamen Gewändern. Erwachsene Menschen… Ach, was freu‘ ich mich auf die Kieler Woche…

Erster Oktober Erinnerungen

In den Nachrichten wurde ja schon vom Wärmsten September seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gesprochen. Es scheint, als solle dies die Entschädigung für diesen vergeigten, vergangenen Sommer sein.
Heute ist Samstag, der erste Oktober und das Thermometer hier im Exil Süden zeigt satte 25°C. Kein Wölkchen am Himmel und die leichte Brise weht den Klang der Rasenmäher in der Umgebung herüber. Einfach mal auf dem Balkon sitzen und die warmen Sonnenstrahlen genießen und – in Erinnerungen schwelgen. Weiterlesen

Der Fehler im Sortiment

Der Fehler im SortimentLiebes Tagebuch,

klar, ich bin freiwillig in den Süden, also ins „Ländle“ gezogen und meistens ist es ja auch gar nicht soooo schlimm. Aber es gibt Tage, da wird meine Geduld mit dem südlichen Bundesland auf eine harte Probe gestellt. Heute ist so ein Tag.

Ich mag Kartoffelsalat. Am liebsten natürlich den von meiner Mama, aber auf jeden Fall gibt es nur eine wahre Variante von Kartoffelsalat, nämlich die mit Mayonaise, Gurke und Ei. Die norddeutsche Variante eben. Bisher war das Leben im Exil in dieser Hinsicht auch insofern erträglich, dass man im Supermarkt um die Ecke einen kleinen Eimer dieser leckeren Salatvariation kaufen konnte. Der kommt zwar an den Selbstgemachten nicht ganz heran, ist aber durchaus genießbar.

So sollte es denn auch heute zum Abendessen die immer wieder gern genommene Kombination aus Würstchen und Kartoffelsalat geben und ich beschloss, auf dem Weg vom Büro nach Hause kurz beim örtlichen Supermarkt um die Ecke alles Nötige zu besorgen.

Vor dem Kühlregal stehend, musste ich zweimal hinsehen. Dort, wo sonst kleine und große Packungen mit „echtem“ Kartoffelsalat standen, musste ich kleine Eimerchen mit der Aufschrift „Unsere Heimat – Traditioneller Kartoffelsalat mit Essig und Öl“ entdecken. Ein Schock. Ich habe ja schon von dieser badischen oder schwäbischen Variation gehört (korrigiert mich – ich weiß, es gibt auch noch eine Variante mit Brühe), sie probiert und für keine brauchbare Alternative befunden (die Kantinenversion sollte hier gänzlich verschwiegen werden).

Es entsteht der Eindruck, dass das gesamte Sortiment ausgetauscht wurde. Ich hätte sicherheitshalber eine Supermarktangestellte fragen können, aber ich war zu aufgewühlt. Sollte dieser Zustand anhalten, muss ich wohl eine Facebook-Gruppe „Ich will meinen Kartoffelsalat zurück“ gründen.

Abendessen ist gelaufen.

Dein Exilkieler.